Pressestimmen:

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Hier folgen nun Pressestimmen ├╝ber die Kantorei allgemein:

Ein musikalisches Men├╝ mit vielen Delikatessen
Tag der Kantorei am Singesonntag Cantate im Melanchthonhaus kommt bei Besuchern gut an
Von unserer Mitarbeiterin Evamaria Mechler

Als Vorspeise gab es Forelle flink ├í la Schubert in feinem Mozart-Sud mit Papageno-Sahneh├Ąubchen. Der vertrackte Notenmix f├╝r vierstimmigen Chor z├Ąhlte zu einer der Delikatessen in der reichhaltigen musikalischen Men├╝-Folge am Singesonntag Cantate im Melanchthonhaus. Eingeladen hatte die Evangelische Kantorei. Neben dem eigenen Spa├č am gemeinsamen Musizieren sollte das Fest ein Dank sein an Freunde und F├Ârderer der Kirchenmusik, und Gelegenheit geben, verdiente Chormitglieder zu ehren, und die einzelnen, sonst eher getrennt agierenden Chorgruppen im Mit- und Nebeneinander vorzustellen.
Er├Âffnet wurde der Tag mit reichhaltiger Kirchenmusik, lebendigem Gemeindegesang und einer eindr├╝cklichen Cantate-Predigt von Pfarrer Thomas M├╝ller, der die Bedeutung der Musik f├╝r das kirchliche Leben - "Wer singt, der betet doppelt" - in den Mittelpunkt seiner ermutigenden Ausf├╝hrungen stellte.
Nach dem Mittagsbuffet im sonnigen Melanchthongarten boten die gut 90 Mitglieder der Kantorei, mit den Moderatoren Kantoreisprecherin Annette Schulle-Dietrich und Bezirkskantor Detlev Helmer, ein Zweistunden-Programm mit "Ton-Art" in vielen Varianten und Variationen .
Die "Junge Kantorei", acht Mini-S├Ąnger, begr├╝├čten mit Mozart den "Lieben Mai" und erwiesen sich, l├Ąnder├╝bergreifend, als multi-kulti-begabt mit ihrem Kanon-Rezept "Mango und Lychies mit Eisbein auf Sauerkraut". Rosemarie Ha├člers Fl├Âtenensemble, sonst eher in Gottesdiensten anzutreffen, n├Ąherte sich listig und mit der gebotenen Vorsicht dem "Kleinen gr├╝nen Kaktus", der Posaunenchor jazzte und "h├Ąndelte" Variationen und der Gospel-Chor, mit Combo und Gesangssolisten, demonstrierte spontanes, den Gegebenheiten flexibel angepasstes Musizieren.
Mit drei Mannschaften - Kirchen-, Gospel- und Posaunenchor - auf einem Spielfeld ├╝berzeugte "Trainer" Detlev Helmer anhand einer im Kanon gerapt/gedribbelten Fu├čballreportage, die Zuh├Ârer von der Wichtigkeit des Unterkiefermuskeltrainings f├╝r gutes Singen. Neben der Team-Arbeit gab es auch Einzelbeitr├Ąge. Sein Jahrzehnte bewahrtes Geheimnis verriet Fritz Hassler. "Einmal wie Caruso" habe er singen wollen. Drum sei er in jungen Jahren in den Kirchenchor eingetreten. Mit seiner selbstbegleiteten Wiedergabe der Schnulze aus den f├╝nfziger Jahren, erntete der Chorobmann a.D. frenetische Bravo-Rufe.
Gleiches gilt f├╝r die zuk├╝nftige "PC-Userin". Zum Stichwort "Festplatte und Men├╝" f├Ąllt ihr lediglich der 90. Geburtstag ihres Opas ein und von der Service-Hotline bekommt sie, nach l├Ąngerem Palaver, den irritierenden Rat, nachzusehen, was auf ihrem "Schirm" steht, und dann das "Fenster" zu schlie├čen. Auch Gehirnjogging wurde geboten: "Eierschneider oder Lautengriffbrett, Regenrohr oder Bass-Posaune, Lockenwickler oder Geigenwirbel?" Vor Fragen dieser Art stellte Petra Dischs makrophotocomputeranimiertes Quiz die ratlosen Betrachter.
Nachdem Detlev Helmer mit Zsolt Gardonyis Orgelkomposition "Mozart-Changes" Wolfgang Amadeus noch als Erfinder des Jazz vorgestellt hatte, beendete der Posaunenchor den "Tag der Kantorei" stilgerecht mit Johann Sebastian Bachs Choralsatz "Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und H├Ąnden."

Schwetzinger Zeitung
18. Mai 2006

Gegen die alte Leier angesungen
Am Sonntag "Kantate" erf├╝llte Musik die Stadtkirche
Von unserer Mitarbeiterin Evamaria Mechler

Von der Bassposaune bis zur Sopranfl├Âte, vom Kinderchor bis zum Chorbass, von der Fiedel bis zum Keyboard. An diesem Sonntag, lange vor Beginn des Gottesdienstes, ist im Lutherhaus und in der Kirche alles auf den Beinen, was "bei Stimme" ist. ├ťberall wird noch einmal eine heikle Stelle durchgespielt oder angesungen. Es ist kaum vorstellbar, dass sich dieses Klanggewirr in K├╝rze zum harmonischen Ganzen zusammenf├╝gen wird. Aber es wird!
Mit dem Verklingen des Glockengel├Ąutes, das zum Gottesdienst in die Stadtkirche einl├Ądt, sind alle Musiziergruppen der Schwetzinger Kantorei an ihren Pl├Ątzen: Gospelchor mit Solistinnen und Band im vorderen Kirchenschiff. Posaunenchor, Schwetzinger Kammerorchester und der erweiterte Kirchenchor mit Gesangs- und Instrumentalsolisten auf der Empore. ├ťber allem thront "der Kirchengemeinde liebstes Kind", wie es bei der Einweihung der "F├Ârster & Nicolaus-Orgel" vor gut acht Jahren hie├č. Eines der liebsten musikalischen "Kinder" ist sie wohl auch dem Schwetzinger Organisten, Bezirkskantor Detlev Helmer. Zw├Âlf Jahre lang hatte er sich zuvor mit der erheblich klapprigeren Vorg├Ąngerin abm├╝hen m├╝ssen, bis es ihm mit Hilfe unz├Ąhliger Spenden und vieler Benefizkonzerte gelang, das neue Instrument "auf die Beine" zu stellen.
Seither sitzt Detlev Helmer, der vor zwanzig Jahren seinen Dienst in Schwetzingen angetreten hat, noch lieber an "seiner" Orgel. H├Ąufig ist er auf der Empore allein. In stillen ├ťbungsstunden in der leeren Kirche oder bei "normalen Gottesdiensten", wenn es gilt, das Schriftwort mit der Sprache des Orgelspiels aufzugreifen oder zu interpretieren. Heute, an diesem "nicht normalen Zentralgottesdienst" in der evangelischen Stadtkirche, helfen ihm an die achtzig Mitmusikanten bei diesem sch├Ânen und verantwortungsvollen Auftrag. Es ist der Sonntag Kantate, benannt nach den ersten Worten des Psalm 98: "Cantate Domino canticum novum" - "Singet dem Herrn ein neues Lied". Und unter diesem Psalmwort steht auch diese ungemein belebte, singende, swingende Gottesdienstfeier. "Die Musik in all ihrer Vielfalt macht die Seele weit und bereit, sich dem Neuen, dem Ungewohnten, dem Fremden zu ├Âffnen", sagte Dekan Hans Joachim Zobel. Es gelte anzusingen, mit Choral und Gospel, mit Orgel und Keyboard, mit Gloria und Requiem, gegen dieses "Alte Lied" - die "Alte Leier" - von Resignation und Lamentieren, von N├Ârgeleien und Selbstmitleid und dieser "Man-kann-ja-doch-nichts-tun-Mentalit├Ąt". Allen Musikanten und insbesondere Detlev Helmer dankte der Dekan f├╝r ihr Mittun auf dem Weg der Ermutigung.
"Das Mitsingen hat richtig Spa├č gemacht", sagte ein neu hinzugekommener Chors├Ąnger. F├╝r ihn war die Mitwirkung in Antonio Vivaldis "Gloria" eine spannende "Premiere". Aber auch f├╝r die langj├Ąhrigen Musikanten ist jede Komposition, habe man sie auch noch so oft musiziert, immer wieder eine "Erstauff├╝hrung". Immer von Neuem ein "Neues Lied". Dies jedenfalls war der Eindruck, den Kantor Helmer mit seinen so unterschiedlichen und dennoch zusammengeh├Ârigen Kantorei-Gruppen hinterlie├č. Der in Gottesdiensten eher seltene, hier jedoch spontane Beifall der Kirchg├Ąnger galt einem durchweg inspirierten und inspirierenden Musizieren - und nicht zuletzt nat├╝rlich dem "Inspirator", der mit Choralbegleitung und Leitung der vier verschiedenen Instrumental- und Vokalgruppen - wechselweise im Kirchenschiff und auf der Empore - im wahren Sinne des Wortes an diesem Musiksonntag "Akkord-Arbeit" geleistet hat.

© Schwetzinger Zeitung - 21. Mai 2003

 

 

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